Mathematik, Religion,  Philosophie und Geschichte

in einem Bezugsrahmen.

Die Heilige Geometrie versteht sich als Architektur des Universums
  sie definiert die Natur den Raum und die Zeit.

 

 

Die Geometrie als Ordnungssystem in der Religion?
Ein Weltordnungssystem mit mathematischer Struktur,

dass der Geometrie zugrunde liegt?

 
Auf diese grundlegenden Frage kann man natürlich unterschiedliche Antworten geben.
Aber das die Mathematik, ein Werkzeug zum Verstehen von Naturvorgängen ist, kann nicht widerlegt werden.

Mathematik ein Schlüssel zum Verständnis der Welt, hervorgegangen aus einem harmonischen Ordnungssystem der Geometrie, ein Werkzeug für Maß und messen und gleichzeitig ein Hilfsmittel den Glauben zu realisieren um die scheinbare Wirklichkeit besser zu verstehen.

              

Am Beispiel einer geistesgeschichtlichen Einstellung und Auffassungen des Pythagoras von Samos setze ich eine Tradition fort, in der Überzeugung, so zu den Wurzeln der Mathematik zu gelangen.Pythagoras war meines Erachtens ein Philosoph und Mathematiker. Von seinen Reisen nach Ägypten und Mesopotamien hat er sehr viel Gedankengut und Erfahrungen mitgebracht. Seine Erkenntnisse prägten nachhaltig die Entwicklung in der menschlicher Wissenschaft. Leider sind Pythagoras Werke  nicht überliefert worden und seine Schüler waren zur Geheimhaltung verpflichtet. Dieser Geheimbund arbeitete vordergründig an der Erforschung von Zahlen als Naturbeweis. Das eigentliche Geheimnis der pythagoreischen Lehre, sind die natürlichen Grundzahlen als Bausteine der Welt. Diese Grundzahlen sind das Gerüst, einer harmonischen mathematischen Ordnung, aller Zahlen. Ihr Interesse bestand darin die Beziehung zwischen den Zahlen zu verstehen um die geistigen Geheimnisse des Universums aufzudecken um den Göttern näher zu kommen.Wurden die Pythagoräer vom Glauben verurteilt oder war Neid und Missgunst der Auslöser für den mystischen Nachruf?

Ihre Lehren, so weit sich diese noch feststellen lassen wurden leider nur mündlich überliefert.


Die Entdeckung der irrationalität von Zahlen und der Behauptung sie seien mit der Vorstellung ihres Weltbildes nicht vereinbar, ist nicht nachvollziehbar.

Denn ihre philosophische Grundannahme, "Alles ist Zahl" verdeutlicht, dass jedes Geschehen und alle Dinge dieser Welt, in rationalen und natürlichen Zahlenverhältnissen erfassbar ist und eine formulierbare Vereinfachung darstellt.

Wenn dieser Satz, a² + b² =  c²  oder, die Summe der Quadrate der Kathetenlängen ist gleich dem Quadrat der Länge der Hypotenuse,  bekanntlich Pythagoras zugeschrieben wird,dann ist doch der logische Schluss und davon auszugehen das die meisten Werte der Hypotenuse irrationale Zahlenwerte ergeben und somit auch bekannt gewesen sind. Pythagoras würde mit der Kraft dieser Argumente seinen Konkurrenten den Boden entziehen. Aber eine Zeit der Diskussionen wird folgen.

Die Geometrie zwingt die Seele, mit Hilfe des einsichtigen Denkens die Wahrheit selbst zu suchen. Phytagoras von Samos

Selbst Galileo Galilei schrieb, dass Universum, kann nicht gelesen werden, bis wir die Sprache erlernt haben und mit den Buchstaben vertraut sind, in der es geschrieben ist. Es wird in mathematischer Sprache geschrieben, und die Buchstaben sind Dreiecke, Kreise und andere geometrische Abbildungen, ohne diese Mittel wird es menschlich unmöglich sein ein einzelnes Wort zu begreifen.Auch für Albert Einstein war die Mathematik manchmal recht rätselhaft. Wie sonst ist es möglich, dass die Mathematik, die doch ein von aller Erfahrung unabhängiges Produkt des menschlichen Denkens ist, auf die Gegenstände der Wirklichkeit so vortrefflich passt ?Den Priestern aus den alten Hochkulturen im Orient haben wir das Wissen der heutigen Mathematik zu verdanken. Hervorgegangen aus ihren Religion, durch hinterfragen des Glaubens, zum Verständnis der natürlichen Vorgänge. Dieses Wissen war ihr wertvollster Besitz. Doch durch Kriegswirren und religiösen Fanatismus wurde ein großer Teil ihres Wissen vernichtet. Nach Europa kam die Mathematik erst mit dem Ende des römischen Reiches, durch den Aufstieg des Christentums in Westeuropa und zum Teil als Kriegsbeute nach den christlichen Kreuzzügen. Die Mathematik unterlag bis dahin auch noch der christlichen Kirche, die weiterhin mit ihrer Autorität einen Druck auf die Wissenschaft ausübte. Mathematik als Teil der Religion ? Die Religionen spielen im Leben eines Menschen eine viel größere Rolle als wir uns vorstellen können. Auch die Mathematik hat ihren Ursprung in der Religion Sie stellt eine Symbiose des Glaubens und der Erkenntnis dar,  die zum beiderseitigen Nutzen durch den Beweis bestätigt wird. Als ein Versuch damit alle Zusammenhänge in unserem Welt-System mathematisch zu erklären..Was manchmal zuweilen recht schwierig war. Robertus Franciscus Romulus Bellarmin, Jesuit, war Bischof, Bekenner, Kirchenlehrer und Kardinal, er galt als Vorbild klösterlicher Tugenden. Er schrieb im Jahre 1615 als Vorsitzender des kirchlichen Gremiums an: Paolo Antonio Foscarini , Professor der Theologie in Neapel und Messina,"Gäbe es tatsächlich einen Beweis, dass die Sonne im Mittelpunkt des Universums steht und die Sonne nicht um die Erde, sondern die Erde um die Sonne kreist, dann sollten wir mit großer Vorsicht die Passagen der heiligen Schrift erklären, die das Gegenteil zu lehren scheint. Lieber sollten wir uns eingestehen, dass wir sie nicht verstanden haben, als eine Meinung für falsch zu erklären, die sich als wahr erweist. Doch was mich betrifft, ich werde so lange nicht glauben, dass es solche Beweise gibt, bis man sie mir gezeigt hat."Aber brauchen wir einen Beweis, wenn der Sachverhalt so deutlich ist, dass wir den einfachen Hintergrund und die Logik der Mathematik erkennen und verstehen so das es keiner weiteren Erklärung mehr Bedarf?Ein gutes Beispiel macht Schule, deshalb reicht am Anfang der Erkenntnis eine darstellende Definition aus, um die genaue Bestimmung eines Begriffes durch Beschreibung und Erklärung seines Inhalts zu gewährleisten.


Die Geometrie zwingt die Seele, mit Hilfe des einsichtigen Denkens die Wahrheit selbst zu suchen. Phytagoras von Samos

 

 

 

 

 


© Wolfgang Ast